Ein Morgen in Arumura

Eine kühle Brise begrüßte mich, sobald ich aus meinem Heim trat. Meine Geta klapperten auf dem reinlich gefegten Steinboden, Mein Blick fiel auf das noch still vor mir liegende Dörfchen, nur hier und dort sah man eine verschlafene Gestalt zwischen den Hütten umher huschen. Die Windspiele klingelten leicht, als verbreiteten sie die frohe Kunde des neuen Tages. Die Feuerstelle rauchte noch leicht, und erzählte von einer langen, geselligen Nacht und Freunden und Fremden, die zu Freunden wurden.


Mit einem Lächeln auf den Lippen machte ich mich auf den Weg zum Schrein- heute, am Tag der Weberin erschien es mir nur richtig, dort meinen Tag zu beginnen. Er war klein, doch es brauchte keine goldenen Tempel mit Edelsteinstatuen, um den Kami seinen Respekt und Dank auszusprechen. 

Die sorgfältig aufgehängten Wimpel schaukelten sacht in der Morgenbrise, und die Opfergaben der Hochzeit lagen auf dem Altar. So voller Hoffnung. Ich verbeugte mich, und Kniete mich vor die Kami. 

Ganz in meinen Gebeten versunken, atmete ich im Einklang mit mir und meiner Umgebung, während das Dorf um mich herum langsam erwachte und der Tag an Kraft gewann, und den Morgen nach und nach zurückdrängte.

von: SH

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